Gute Vorbereitung ist der Schlüssel für jede Form von Kommunikation. Foto: DIKT GmbH
Ein TV-Interview kann Karrieren formen – oder zerstören.
Ein berühmtes Negativbeispiel liefert BP-CEO Tony Hayward im Jahr 2010. Während die Umweltkatastrophe durch die Explosion der Deepwater Horizon eskalierte, verlor Hayward in einem Interview die Kontrolle über seine Botschaft. Statt Empathie zeigte er Ego: „Ich will mein Leben zurück.“
Die Reaktion war verheerend:
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Der Börsenwert von BP halbierte sich
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Die Umweltfolgekosten überstiegen 60 Milliarden Dollar
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Der CEO verlor seinen Job nach nur drei Monaten
Was lernen wir daraus?
Wer als Führungskraft vor die Kamera tritt, muss vorbereitet sein – fachlich, emotional und strategisch. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie sich gezielt auf ein TV-Interview vorbereiten, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten und wie Sie mit klaren Botschaften, souveräner Haltung und überzeugender Wirkung punkten.
Warum die TV-Interview Vorbereitung so entscheidend ist
Ob live im Fernsehen, auf einem Podium oder in einer Townhall: Sobald Kameras laufen, zählt jedes Wort – und jede Geste. Interviews sind keine lockeren Gespräche, sondern öffentliche Prüfungen. Gerade in Krisenzeiten ist professionelle Medienkompetenz Pflicht, nicht Kür.
„Wenn du es versäumst, dich vorzubereiten, bereitest du dein Scheitern vor.“ – Benjamin Franklin
Die 5-Schritte-Strategie für souveräne TV-Interviews
1. Interview-Chance bewusst abwägen
Nicht jedes Medienformat passt zu Ihrer Botschaft. Fragen Sie sich:
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Erreiche ich mit diesem Interview meine Zielgruppe?
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Ist das Medium seriös oder eher reißerisch?
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Wie hoch ist das Risiko eines Shitstorms im Worst Case?
Tipp: Nehmen Sie kein Interview an, nur weil Sie gefragt wurden. Ihre Entscheidung sollte strategisch begründet sein.
2. Kernbotschaften gezielt herausarbeiten
Viele Führungskräfte verlieren sich in Details. Doch erfolgreiche TV-Interviews leben von Klarheit statt Komplexität.
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Definieren Sie drei Hauptbotschaften
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Arbeiten Sie mit einer Mindmap zur Themengewichtung
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Denken Sie aus Sicht Ihres Publikums – nicht aus PR-Perspektive
3. Die PUNKT-Formel: Verständlich, einprägsam, medientauglich
Ihre Aussagen müssen nicht nur stimmen – sie sollen auch hängenbleiben. Die PUNKT-Formel hilft:
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Präzise: Klare Fakten statt Worthülsen
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Unterhaltsam: Storytelling, Anekdoten, Metaphern
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Nutzwertig: Relevanz für Ihr Publikum
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Kontrolliert: Keine Abschweifungen
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Treffsicher: Zielgruppenorientiert und medienkompatibel
4. Schwierige Fragen trainieren – bevor sie kommen
Kritische Interviewsituationen sind kein Ort für Spontanität. Vorbereitung schützt Sie vor Patzern.
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Welche heiklen Fragen könnten gestellt werden?
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Welche Themen sollten Sie von sich aus adressieren?
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Wie reagieren Sie auf Provokationen?
Üben Sie mit einem Profi – unter realistischen Bedingungen.
5. Wirkung optimieren – nonverbal und technisch
Ihr Körper spricht mit – ob Sie wollen oder nicht. Achten Sie auf:
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Haltung, Blickrichtung, Mimik
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Stimme, Betonung, Sprechpausen
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Kleidung, Raumtemperatur, Lichtverhältnisse
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Kameraposition und Tonqualität
Ein Medientrainer oder erfahrener Kommunikationsberater hilft, auch das Setting optimal vorzubereiten.
Fazit: Wer überzeugt, bereitet sich gezielt vor
Ein TV-Interview ist keine Bühne für Spontaneität, sondern für geplante Wirkung. Wer seine Botschaften klar formuliert, seine Körpersprache kennt und souverän mit Druck umgeht, schützt seine Reputation – selbst in kritischen Situationen.
„Für eine spontane Rede brauche ich drei Wochen Vorbereitung.“ – Mark Twain
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