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Wenn Führung wirklich wirken soll, reicht ein sauber kalkuliertes Zahlenwerk nicht aus. Menschen lassen sich nicht durch Tabellen überzeugen, sondern durch Sinn, Orientierung und eine klare Haltung. Gerade unter Druck zeigt sich, wer als Führungskraft nur informiert – und wer tatsächlich führt.

Warum selbst perfekte Präsentationen oft wirkungslos bleiben

Das Projekt war solide geplant, die Kennzahlen stimmten, die Strategie war fundiert. Trotzdem blieb die große Wirkung aus. Die Reaktion der Führungskräfte war höflich, aber distanziert. Die Botschaft verpuffte.

Dieses Phänomen begegnet uns in Organisationen ständig: Inhalte werden korrekt präsentiert – so, wie es „im Unternehmen üblich ist“ – und trotzdem entsteht kein echtes Verständnis. Der entscheidende Funke fehlt. Was die meisten Präsentationen brauchen, sind nicht mehr Diagramme, sondern die Geschichte hinter der Idee. Der Kern, der zeigt, warum das Projekt überhaupt Bedeutung hat.

Denn wenn Führungskräfte nicht berühren, verlieren sie ihr Publikum – insbesondere in Veränderungsprozessen.

Warum Emotionen in der Führung unverzichtbar sind

In Phasen des Wandels stoßen rein logische Argumente schnell an Grenzen. Menschen folgen nicht Zahlen, sondern Bedeutungen. Emotionen ordnen Fakten ein, machen Ziele nachvollziehbar und schaffen Verbindlichkeit.

Das lässt sich leicht demonstrieren.

Eine bloße Aussage wie:
„Wir müssen im nächsten Jahr 2 Millionen Euro einsparen.“

bleibt abstrakt.

Eine sinnorientierte Botschaft hingegen lautet:
„Wenn wir dieses Ziel erreichen, sichern wir das Vertrauen von 8.000 Mitarbeitenden, die sich auf stabile Führung verlassen.“

Gleiche Zahl – völlig andere Wirkung.

Oder ein weiteres Beispiel:

„Wir haben 38 % Energie eingespart.“

Wirkt kühl.

„Die eingesparte Energie versorgt 3.200 Haushalte ein ganzes Jahr lang.“

Hier wird aus einer Zahl ein Bild. Ein Gefühl. Orientierung.

Ein Tablet mit einer Tabellenkalkulation, ein Notizblock und ein Stift liegen auf einem Schreibtisch neben einem Papier mit Zeichnungen eines Gehirns, eines roten Herzens, eines Kreisdiagramms und eines Balkendiagramms.

Wenn Zahlen nicht mehr reichen: Herz und Hirn entscheiden über Wirkung. (Foto: ChatGPT)

Warum reine Information regelmäßig scheitert

Vorstände, Townhalls, Newsletter – überall werden Mitarbeitende mit Zahlen überhäuft. Doch kognitive Forschung ist eindeutig: Nach ein paar Kennzahlen nimmt die Aufmerksamkeit rapide ab. Ohne erzählerischen Rahmen bleibt nichts hängen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Geschäftsführer präsentierte eine neue Strategie – mit 27 Folien voller Charts. Eine Woche später konnte sich kaum jemand an den Kern erinnern. Nicht wegen des Themas, sondern wegen der fehlenden Geschichte.

Pitch-Analysen aus Formaten wie Höhle der Löwen oder Dragons’ Den bestätigen dasselbe Muster: Erfolgreiche Präsentationen leben von Emotionen, klaren Bildern und einer stimmigen Erzählung – nicht vom Datenvolumen[1][2].

Der G.A.M.E.-Code: So strukturieren Sie wirksame Kommunikation

Im Medientraining nutzen wir den G.A.M.E.-Code, um Führungskräften ein klares Gerüst für überzeugende Kommunikation zu geben:

G – Goal: Was ist das kommunikative Ziel?
A – Audience: Wen sprechen Sie an – und was braucht diese Zielgruppe?
M – Message: Welche Kernbotschaft soll wirklich hängen bleiben?
E – Extras: Welche Geschichten, Analogien oder Bilder unterstützen diese Botschaft emotional?

Der Code verhindert Informationsüberladung und sorgt für Orientierung. Aus Inhalt wird Wirkung. Aus Aussagen wird Haltung.

Mehr dazu – inklusive praktischer Beispiele – findet sich in Führungsaufgabe Nr. 1: Kommunikation.

So gestalten Sie Ihre nächste Rede mit Wirkung

Konkrete Schritte, die sofort funktionieren:

  • Beschränken Sie sich auf wenige, relevante Zahlen.

  • Verknüpfen Sie Fakten konsequent mit Beispielen und Bildern.

  • Erzählen Sie eine persönliche oder authentische Geschichte, die den Kern Ihrer Botschaft transportiert.

  • Nutzen Sie den G.A.M.E.-Code als Leitlinie für Aufbau und Dramaturgie.

Fazit: Wer überzeugen will, braucht Mut zur Geschichte

Wer Menschen erreichen will, muss mehr bieten als Tabellen. Führung braucht emotionale Klarheit – besonders dann, wenn Entscheidungen schwerfallen oder Veränderungen bevorstehen.

Legt man das Excel-Sheet beiseite und beginnt stattdessen zu erzählen, entsteht echte Verbindung. Und genau diese Verbindung schafft Vertrauen, Orientierung und Wirkung.

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Dr. Nikolai A. Behr, Geschäftsführer der DIKT GmbH

Ihr Nikolai A. Behr

Foto: DIKT GmbH

Quellen:

[1] https://www.researchgate.net/publication/389772535_Yes_Today_No_Tomorrow_Exploration_of_Deal_Cancellations_in_Televised_Pitch_Competitions

[1] https://www.researchgate.net/publication/389772535_Yes_Today_No_Tomorrow_Exploration_of_Deal_Cancellations_in_Televised_Pitch_Competitions

[2] https://www.researchgate.net/publication/350825998_Strategic_Entrepreneurial_Storytelling_An_Applied_Framework_for_Better_Pitches

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